Heinz Bonn

Ex-Profifußballer,

*27.01.1947

Heinz Bonn gilt als erster Bundesliga-Spieler, dessen Homosexualität bekannt geworden sei, wenn auch unter sehr traurigen Umständen. Aufgrund seines kampfbetonten Spiels erhielt er den Beinamen „Eisenfuß“. Die Verletzung, die er sich zuzog, brachte ihm den Spitznamen „Meniskus-Heinz“ ein.

Heinz Bonn war ein deutscher Profifußballer, der am 27. Januar 1947 in Siegen geboren wurde und am 28. November 1991 in Hannover verstarb. Er spielte zunächst in der Regionalliga West beim Wuppertaler SV, bevor er 1970 zum Hamburger SV in die Fußball-Bundesliga wechselte. Während seiner Zeit beim HSV erhielt er aufgrund seines kampfbetonten Spiels den Spitznamen “Eisenfuß”. Bonn hatte eine schwerwiegende Knieverletzung, die ihn während seiner Bundesliga-Karriere stark einschränkte und ihm den Spitznamen “Meniskus-Heinz” einbrachte.

Heinz Bonn hatte nicht nur mit Verletzungen zu kämpfen, sondern auch mit der Herausforderung, seine Homosexualität geheim zu halten. In einer Zeit, in der Homosexualität im Fußball noch ein Tabu-Thema war, versuchte er, Klischees zu vermeiden und sich als harter Spieler zu präsentieren, um sein Geheimnis zu schützen. Er war gezwungen, eine harte äußere Fassade aufrechtzuerhalten und wurde wegen seiner Spielweise als “Eisenfuß” und “Zerstörer” bezeichnet. Sein Drang, sich zu beweisen und seine Verletzungen zu überwinden, führte zu zahlreichen Operationen und noch mehr physischen und emotionalen Herausforderungen.

Trotz seiner Bemühungen, sein Geheimnis zu bewahren, wurde Heinz Bonn nach seinem Tod im Dezember 1991 als einer der ersten Bundesliga-Spieler, deren Homosexualität bekannt wurde, identifiziert. Seine Geschichte ist ein tragisches Beispiel für die Schwierigkeiten, mit denen schwule Fußballspieler in einer Zeit konfrontiert waren, in der Homophobie weit verbreitet war und die Diskriminierung von Homosexualität in der Fußballwelt an der Tagesordnung war.

Heinz Bonn’s Leben ist ein inspirierendes, aber auch tragisches Beispiel dafür, wie schwer es für schwule Menschen in der Welt des Profifußballs sein konnte, sich selbst zu akzeptieren und gleichzeitig den Erwartungen und Vorurteilen der Gesellschaft gerecht zu werden. Seine Geschichte sollte als Mahnung dienen, die Werte der Toleranz und der Anerkennung der Vielfalt im Sport und in der Gesellschaft zu fördern.

Facebook
Twitter
LinkedIn
Reddit
Email
WhatsApp