Olivier Rouyer

Ex-Profifußballer, französischer Nationalspieler,

*01.12.1955

„Wenn ein Spieler seine Homosexualität erklären würde, würde er von der gesamten Fußballwelt unterstützt werden"

Olivier Rouyer ist ein ehemaliger französischer Profifußballspieler und -trainer, der am 1. Dezember 1955 in Nancy, Frankreich, geboren wurde. Während seiner aktiven Laufbahn spielte er sieben Jahre lang für den französischen Erstligisten AS Nancy und später für Racing Strasbourg in der Division 1 sowie für Olympique Lyon in der Division 2. Er bestritt insgesamt 287 Erstligaspiele und erzielte 84 Tore. Rouyer spielte auch 17 Mal für die französische Nationalmannschaft und nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien teil. Nach seiner Spielerkarriere war er als Trainer tätig und betreute unter anderem die AS Nancy von 1991 bis 1994.

Ein wichtiger Aspekt von Olivier Rouyers Leben ist sein öffentliches Coming-out als schwuler Profifußballspieler. Er outete sich im Jahr 2008 und wurde damit der erste französische Fußballer, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte. Dieser Schritt war bahnbrechend, da Homosexualität im Fußball lange Zeit ein tabuisiertes Thema war. Rouyer setzte sich auch nach seinem Coming-out weiterhin für die Akzeptanz von LGBTQ+ Personen im Fußball ein und sprach sich gegen Homophobie aus.

Im Februar 2020 äußerte sich Rouyer in einem Interview über seine Erfahrung mit dem Verstecken seiner sexuellen Orientierung und wie er schließlich beschloss, sich zu outen. Er betonte, wie wichtig es sei, über dieses Thema zu sprechen, und dass er sich glücklich fühle, nach so vielen Jahren offen darüber zu sein.

Darüber hinaus war Olivier Rouyer in der Medienbranche tätig und arbeitete als Berater und Ko-Kommentator für verschiedene Fernsehsender, darunter Canal+ und La Chaîne L’Équipe. Er war auch politisch aktiv und kandidierte bei den Kommunalwahlen.

Inspiriert wird Olivier Rouyer von der Idee, dass Fußballspieler, die ihre Homosexualität offenbaren, von der gesamten Fußballwelt unterstützt werden sollten. Er sieht die Coming-outs von jungen Spielern wie Jake Daniels und Joshua Cavallo als hoffnungsvolle Zeichen und hofft, dass sie als Vorbilder dienen und die Akzeptanz von LGBTQ+ Personen im Fußball vorantreiben können.

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