Thomas Berling

Ex-Profifußballer,

*21.01.1979

Generalsekretärin Karen Espelund vom norwegischen Fußballverband reagiert scharf, als sie von Thomas Berlings Erlebnis erfährt. - Wir müssen eine Organisation für absolut alle sein und in absolut allen Bereichen Toleranz zeigen; Religion, Rasse, sexuelle Orientierung usw. Gleichberechtigung muss ein Gedanke sein, den wir ernst nehmen. https://www.nrk.no/programmer/radioarkiv/sann_er_livet/samfunn/sosial/986711.html

Thomas Berling ist ein ehemaliger norwegischer Fußballspieler, der als Verteidiger tätig war. Er wurde am 21. Januar 1979 geboren. Seine Fußballkarriere erregte besondere Aufmerksamkeit, als er sich aus dem Profifußball zurückzog. Berling stammt aus Drevja und begann seine Fußballkarriere bei Nardo FK, bevor er vor der Saison 1999 zu Lyn wechselte. Insgesamt bestritt er drei Spiele in der zweithöchsten norwegischen Liga und spielte auch für die U19-Nationalmannschaft Norwegens.

Im Jahr 2000 verließ Thomas Berling den Profifußball abrupt. Es stellte sich später heraus, dass sein Rücktritt mit seiner Homosexualität und der weitverbreiteten Homophobie in der Fußballgemeinschaft zusammenhing. Homophobe Belästigungen und bösartige Schwulenwitze hatten ihm das Fußballspielen unerträglich gemacht. Er war sich seiner sexuellen Orientierung schon früh bewusst, aber die Diskriminierung und das Mobbing, das er in den Fußballvereinen erlebte, führten zu psychischen Problemen und zwangen ihn schließlich dazu, seine Karriere aufzugeben.

Sein Rücktritt und seine Offenbarung über die Gründe für diesen Schritt führten zu einer Diskussion über Homophobie im Fußball. Seine Geschichte inspirierte Karen Espelund, die Generalsekretärin des norwegischen Fußballverbandes, dazu, die Notwendigkeit von Toleranz und Gleichberechtigung in der Fußballwelt zu betonen. Sie betonte, dass die Fußballorganisation für alle offen sein sollte, unabhängig von Religion, Rasse oder sexueller Orientierung. Dies führte zu Überlegungen, wie die Fußballgemeinschaft solche Probleme angehen kann.

Thomas Berling selbst litt unter den Homophobie-Erfahrungen und erhielt keine Unterstützung von seinem Trainer, Vidar Davidsen, der die Probleme in der Umkleidekabine nicht als solche anerkannte. Trotz dieser Herausforderungen hat Berling dazu beigetragen, das Bewusstsein für Homophobie im Fußball zu schärfen und Diskussionen darüber auszulösen.

Seine Geschichte zeigt die Notwendigkeit eines inklusiveren und toleranteren Umfelds im Fußball und anderen Sportarten, in dem Menschen ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung akzeptiert werden.

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